Stephan Maurer, Sascha Maurer und Dominik Maurer GbR
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© Energie-Fachberater.de/ Progas
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Mikro-BHKW: Blockheizkraftwerk für das Einfamilienhaus

Mit der Heizung im Keller gleichzeitig Strom erzeugen? Ein Blockheizkraftwerk macht es möglich. So genannte Nano- und Mikro-BHKW wurden speziell für den Einsatz im Einfamilienhaus entwickelt. Sie machen sich wie alle Blockheizkraftwerke das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) zunutze.

Strom und Wärme selbst erzeugen dank Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)

Bei der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) treibt ein Stirling- oder Ottomotor einen Generator zur Stromerzeugung an. Die dabei entstehende Abwärme wird über einen Wärmetauscher über den Kühlwasserkreislauf an das Heizungssystem übertragen und zur Raumheizung und Warmwasserbereitung genutzt. Der erzeugte Strom kann selbst genutzt werden und in das öffentliche Stromnetz zur gesetzlich vorgeschriebenen Vergütung eingespeist werden. Die nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung funktionierende Heizung nutzt die Energie des eingesetzten Brennstoffs bis zu 90 Prozent und erzeugt gleichzeitig Strom für den Haushalt. Das senkt nicht nur die Heiz-, sondern auch die Stromkosten. KWK-Anlagen gibt es in unterschiedlichen Leistungsgrößen. Nano- und Mikro-BHKW mit einer elektrischen Leistung (kWel) bis zu 2 kWel eignen sich für Ein- und Zweifamilienhäuser. Betrieben werden sie mit Erdgas, Flüssiggas, Öl oder Holzpellets.

Voraussetzungen für den Einbau eines Mikro-BHKW

Besonderheiten bei der Installation eines Mikro-BHKW gibt es nicht. Soll die KWK-Anlage mit Gas betrieben werden, ist ein Gasanschluss erforderlich. Für das sichere Abführen der Abgase sollte zudem ein feuchteunempfindlicher Schornstein vorhanden sein. Berücksichtigen müssen Hausbesitzer auch den Platzbedarf: Ein Heizungskeller bietet ausreichend Platz für das Blockheizkraftwerk und den Pufferspeicher.

Wann sich ein Mikro-BHKW im Einfamilienhaus rechnet und mit welchen Kosten Hausbesitzer rechnen müssen

Damit ein Mikro-BHKW für Hausbesitzer wirtschaftlich ist, sollte der Wärmebedarf mindestens 15.000 bis 20.000 kW/h pro Jahr betragen, je mehr, umso besser. Deshalb eigenen sich Blockheizkraftwerke zum Beispiel nicht für den Einsatz in einem Niedrigenergiehaus. Aber im Altbau und beim Heizungstausch sind Mikro-BHKW eine gute Alternative. Grundsätzlich gilt für den wirtschaftlichen Einsatz eines Mikro-BHKW: Wer einen hohen Wärmebedarf hat und gleichzeitig einen großen Teil der elektrischen Energie im eigenen Haus abnehmen kann, für den lohnt sich der Einsatz des Mikro-BHKW. Hausbesitzer, die sich für ein Mikro-BHKW entscheiden, müssen mit Kosten ab 16.000 Euro rechnen. Um die Kosten im Rahmen zu halten, sollten Hausbesitzer eine Förderung für ihr BHKW beantragen. Sinnvoll ist, gleich einen Wartungsvertrag für das Blockheizkraftwerk abzuschließen, da der Motor hohe Laufzeiten bewältigen muss.

Brennstoffzellen-Heizung: Zukunft des BHKW ist Brennstoffzellentechnik

Eine neue Technologie für die Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung ist die Brennstoffzellen-Heizung (Brennstoffzellen-BHKW). In einer Brennstoffzelle findet kein Verbrennungsvorgang statt, Strom und Wärme werden elektrochemisch erzeugt. Die Vorteile der Brennstoffzelle: Sie arbeitet nahezu lautlos, nutzt den Energierohstoff sehr effizient und stößt kaum Schadstoffe aus. Zudem kann die Technik sehr gut geregelt werden und benötigt kaum Wartung. Betrieben wird so eine kompakte Energiezentrale für das Haus mit Wasserstoff oder wasserstoffhaltigen Gasen, die aus Erdgas, Biogas oder Methanol gewonnen werden.